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Landschaft 1980
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Clifford Ross, Landschaft Großfoto |
© Sparkasse Bonn nicht in der Edition |
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»Landschaft 1980«
war ein programmatischer Titel für eine
internationale Gra-fikmappe,
zusammengestellt unter den restriktiven
Bedingungen der ehemaligen DDR. Die
Ergebnisse sind erwartungsgemäß
unterschiedlich, gingen doch jede(r) der
Betei-ligten mit seiner Einstellung,
seiner individuellen und sensiblen
Haltung an die Bewäl-tigung dieses
Themas heran. Nur die wenigsten,
obgleich aus Ländern der beiden großen,
gesellschaftlich so unterschiedlichen
Systeme, beziehen sich unmittelbar auf
eine, die Systeme charakterisierende
oder differenzierende Sicht. Die Gründe
hierfür, auf die nicht näher eingegangen
werden soll, sind jedoch Ausdruck dafür,
dass mög-liche Nuancen in der
ideologischen und politischen Haltung in
Ost und West gegen-über der LANDSCHAFT
(man muss ergänzen: und Umwelt) sich nur
als bloßes Lippen-bekenntnis erweisen.
Die künstlerische
Sensibilität sieht eher die
Gleichartigkeit der Gefährdung: unsere
natürliche und kulturelle Umwelt ist
weltweit bedroht »durch gedankenlose
Zerstö-rung, meistbietenden Ausverkauf.
Unsere Erde ist leicht zu verwunden,
vergiften, veröden, in die Luft zu
sprengen« (Richard Pietraß, 1980). Umso
wichtiger ist es, dass Künstler, von
jeher kraft ihrer Sensitivität befähigt,
Problematisches früh zu erkennen und
darzustellen, Rufer in den weiterhin
wachsenden Wüsten des Konsums,
ländlicher und städtischer Verödung,
Unwissenheit und Gleichgültigkeit sind.
Es liegt in der Natur der Kunst, dass
sie Veränderungen nicht bewirkt. Aber es
wäre falsch, deshalb ihre Stimme nicht
weiterhin zu verstärken und ihrer
sensibilisierenden Wirkung nicht zu
vertrauen.
Bereits im Vorwort zu
dieser Edition wurde weiter ausgeführt,
dass die Edition auf bereits sichtbare
oder zu erahnende Gefährdungen und
Beschädigungen, denen wir physisch als
auch psychisch ausgesetzt sind,
hinweisen wollte. In der Hoffnung, dass
diese leise Stimme nicht ohne Widerhall
verklingen möge im Säbelrasseln der
Macht, im Widerstreit der Ideologien, im
Lärm der Fabriken, im weißen Rauschen
der Gleich-gültigkeit und den faden
Absichtserklärungen der Politiker.
Preis: 1500 €
PDF:
Titel und TeilnehmerInnen der Edition;
PDF:
Brief an Walter Weiße |
Vaclav Vokolek, 1947, Dečin / Tschechien
Bettina von Arnim, 1940, Zernikov Mark Brandenburg
Guillermo Deissler, 1949, Santiago / Chile
Rudolf Fila, 1932, Bribrium / Tschechien Gabriele Buba, 1951, Oar-Satu Mare / Rumänien
Dragas Gheorghiu, 1952, Mangalia / Rumänien
Josef Jankovič, 1937, Bratislava / Slowakei Luc Hoenreat, 1941, Aalst / Belgien Hanns Karlewski, 1937, Stockholm / Schweden Denisa Masek, 1952, Bukarest / Rumänien Kaija Mustakallio, 1924, Tampere / Finnland Aloys Ohlmann, 1938, Saarbrücken Jorgen C. Rasmussen, 1943, Slagelse / Dänemark Simona Runcan, 1942, Bukarest / Rumänien Jürgen Schieferdecker, 1937, Meerane 1. Joachim Thode, 1942, Hamburg 2. Joachim Thode, 1942, Hamburg Richard G. Stout, 1934, Beaumont / Texas Jürgen Strandt, 1939 - 1992, Berlin Peter Sylvester. 1937-2007, Saalfeld - Leipzig Harald Toppel, 1949, Berlin Dr. Walter Weiße, 1923, Feyburg-Unstrut 1. Stephen Williams, 1949, London / GB 2. Stephen Williams, 1949, London / GB Andrei Butak, 1948, Bukarest / Rumänien
Vaclav Vokolek, 1947, Dečin / Tschechien
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Blätter zum Teil unterschiedliche
Bildformate auf gleichem Blattformat: 30 x 27 cm. |
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